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Berlin: Mietpreisdeckelung und kein Ende

Die Berliner Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) schlägt für Berlin eine Mietobergrenze von knapp acht Euro pro Quadratmeter für alle Mietwohnung vor, die vor 2014 gebaut wurden.

Der Aufschrei nach dieser Meldung war groß, beinhaltet er doch eine offensichtliche Ungerechtigkeit: Die hippe Luxuswohnung oder eine aufwendig renovierte Altbauwohnung in bevorzugter Lage würde genauso viel Miete kosten wie eine Wohnung in einer Plattenbausiedlung in einem Berliner Problemviertel.

Gewinner einer solchen Lösung wären vor allem gut verdienende Mieter, die bislang viel Geld für die Miete ausgeben mussten, aber auch konnten. Verlierer wären Eigentümer von vermieteten Wohnungen, bei denen durch die geringeren Mieten (unter Umständen sogar rückwirkend) die Finanzierung in Schieflage geraten könnte, sprich sie ihre Kreditzinsen nicht mehr bezahlen können, oder deren Altersvorsorge weitaus geringer ausfällt als ursprünglich berechnet.

Damit Wohnen nicht zum Luxus wird, sind Maßnahmen zweifelsohne notwendig. Über die Art der Maßnahmen lässt sich hingegen streiten. Die Höhe der zu erzielenden Mieten ist entscheidend von Angebot und Nachfrage abhängig. Gäbe es ausreichend Wohnungen, könnten keine astronomischen Preise verlangt werden. In Berlin aber fehlen Wohnungen, und wenn durch eine Mietpreisdeckelung Investoren abwandern, löst das nicht das Problem.

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28.08.2019