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Kündigung wegen Eigenbedarf

Sie interessieren sich für eine Immobilie, die jedoch vermietet ist? Dann haben Sie als neuer Eigentümer die Möglichkeit, dem Mieter wegen Eigenbedarf zu kündigen.

Als Eigentümer können Sie Eigenbedarf für sich selbst oder für enge Familienangehörige geltend machen. Sie müssen im Kündigungsschreiben allerdings schriftlich begründen, warum und für wen Sie die Wohnung benötigen. Auch müssen Sie darlegen, warum Sie die Wohnung zu dem genannten Zeitpunkt brauchen. Die üblichen Kündigungsfristen sind in jedem Fall einzuhalten.

Sollte der Mieter später feststellen, dass der Eigenbedarf nur vorgetäuscht war, besteht ein Anspruch auf Schadensersatz, und das kann teuer werden. Es können neben den Umzugs-, Makler- und Renovierungskosten auch höhere Mietausgaben für die neue Wohnung zum Tragen kommen.

Der Mieter kann gegen die Eigenbedarfskündigung Widerspruch einlegen, wenn diese eine besondere Härte für ihn darstellen würde. Gute Erfolgsaussichten beim Widerspruch haben ältere oder kranke Menschen sowie Schwangere.

Vorsicht, wenn Miet- in Eigentumswohnungen umgewandelt werden. Hier genießt der Mieter einen besonderen Schutz, und Sie dürfen als neuer Eigentümer dem Mieter erst nach einer Sperrfrist kündigen. Diese beträgt in der Regel drei Jahre, in manchen Bundesländern sogar zehn Jahre. Erkundigen Sie sich auf jeden Fall vor dem Kauf bei der Gemeinde nach der genauen Sperrzeit.

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29.10.2015