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Selbstauskunft: Welche Fragen Sie stellen dürfen

Die Selbstauskunft ist wichtiger Bestandteil bei der Entscheidung für einen Mieter. Doch Sie dürfen den Mietinteressenten natürlich nicht alles fragen.

Was in einer Selbstauskunft unbedingt stehen sollte:

  • Name, derzeitige Anschrift, Geburtsdatum des Mietinteressenten
  • Anzahl der einziehenden Personen
  • Angaben zu allen weiteren Personen, die in die Wohnung einziehen werden
  • Beruf, Arbeitsverhältnis, Arbeitgeber
  • Einkommen, Schuldenfreiheit

Was in einer Selbstauskunft stehen kann:

  • Dauer des bisherigen Mietverhältnis, Name des Vermieters
  • Frage, ob gegen Mieter eine Räumungsklage läuft
  • Fage, ob Lohnpfändungen vorliegen
  • Fragen zur geplanten Nutzung der Wohnung (z.B. Tierhaltung, gewerbliche Nutzung)

Nicht erlaubt sind Fragen nach Religionszugehörigkeit, sexueller Orientierung, Vorstrafen oder Ermittlungsverfahren, Mitgliedschaft in Verbänden, Parteien oder dem Mieterverein.

Auch die Frage nach dem Familienstand ist unzulässig. Die Frage nach Kindern, die mit in die Wohnung einziehen werden, ist legtitim, nicht aber die Frage nach Schwangerschaft oder Familienplanung.

Der Mietinteressent muss die Selbstauskunft übrigens nicht ausfüllen, sie ist im Prinzip "freiwillig". Wenn er die Selbstauskunft ausfüllt, müssen die Fragen wahrheitsgemäß beantwortet werden. Falsche Angaben können zur Anfrechtung des Mietvertrags oder zur fristlosen Kündigung berechtigen. Hiervon nicht betroffen sind unzulässige Fragen, bei diesen kann er ungestraft zur Notlüge greifen. Weigert sich der Mieter generell, eine Selbstauskunft auszufüllen, sollten beim Wohnungseigentümer die Alarmglocken angehen.

Sie haben Fragen zu dieser Thematik, dann kontaktieren Sie uns: Kontakt

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15.11.2018