Banner

Vorerst kein Steuerbonus für energetische Sanierung

Was zum Jahreswechsel von der Bundesregierung noch groß angekündigt wurde, ist zunächst gescheitert: Für die energetische Sanierung von Gebäuden gibt es nun doch keinen Steuerbonus. Der Grund: Die Regierungskoalition konnte sich bei der Frage der Gegenfinanzierung nicht einigen.

Geplant war, Maßnahmen wie Gebäudedämmung oder den Austausch alter Heizungen und Fenster steuerlich zu fördern. Zehn bis 25 Prozent der Sanierungskosten sollten steuerlich geltend gemacht werden können. Gegenfinanziert werden sollte die Förderung durch den weitestgehenden Wegfall des sog. Handwerkerbonus, demzufolge Steuerzahler jährlich 20 Prozent ihrer Ausgaben für Handwerke, maximal 1200 Euro pro Jahr, steuerlich ansetzen können.

Die Entscheidung hat sowohl Vor- wie auch Nachteile: Die wichtige Energiewende im Gebäudebereich wurde eingebremst. Der Wegfall der Handwerkerpauschale aber hätte sowohl Eigentümer selbstgenutzter und vermieteter Wohnungen wie auch die Mieter betroffen.

Die steuerliche Förderung energetischer Sanierung ist allerdings nicht ganz vom Tisch, sondern vorerst nur vertagt. Alternativ überlegt das Wirtschaftsministerium, das bestehende Zuschussprogramm der KfW-Bank zur energetischen Sanierung zu erhöhen.

Sie haben Fragen zu diesem Thema, dann kontaktieren Sie uns: Kontakt

« zurück
31.03.2015